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JOSSGRUND (bis) 

Gelnhäuser Tageblatt   29.05.2013

Wahrhaft finstere Gesellen

Vier Jossgründer machen fortan Wirtshaus, Wald und Flur unsicher

Vier „wilde und rücksichtslose“ Männer im besten Alter, etwa sechs Fuß groß und von stattlicher Gestalt, treiben seit einiger Zeit im Spessart ihr Unwesen. Die „Spitzbuben“ lauern in den tiefen Wäldern, um Wanderer und Händler gefangen zu nehmen und auszurauben. „Es gibt doch kein schöner Leben in der ganzen weiten Welt, als das Straßenräuberleben, morden um das liebe Geld“, singen sie und kehren sogar in Wirtshäuser ein, um dort die Gäste zu überfallen.

Vier Pfaffenhäuser schlüpfen hin und wieder in die Rollen der gefährlichsten Räuber, die um das Jahr 1800 die Bürger in Angst und Schrecken versetzten: Franzl Christ spielt Johann Adam Heusner (Roter Hann Adam), Thomas Müller tritt als Johann Martin Rupprecht (Hessen Martin) auf, Wendelin Amberg verkörpert Johann Jakob Erbeldinger (Mordbrenner) und Johannes Klübenspies mimt den Johann Adam Grasmann (Langer Samel).

Die Idee hatte ich ungefähr vor einem Jahr“, berichtet Thomas Müller im Gespräch mit dem Gelnhäuser Tageblatt. „Ich wollte einfach mal was für den Jossgrund machen“.

Der gebürtige Merneser ist Mitglied in der Gruppe „Back of Beyond“, die mit ihrem Genre „Irish Folk“ überwiegend in anderen Gefilden um Steinau und Schlüchtern auftritt.

Inspiriert haben mich die vielen Geschichten, die es über die Spessarträuber gibt und das  „Spessarträuberexamen“, das in Mernes als Touristen-Attraktion angeboten wird. Intensiv habe er sich dann mit den Themen „Spessart“ und „Räuber“ beschäftigt und festgestellt, dass es „die“ Spessarträuber so gar nicht gab und dass die Räuber auch nicht in Mantel und Filzhut gekleidet waren, wie sie meist dargestellt werden. So sei ihm der Gedanke gekommen, Erzählungen mit historischem Hintergrund zu präsentieren und mit Musik zu verbinden. Vorhandenes Liedgut etwa aus dem Film „Das Wirtshaus im Spessart“ habe er teilweise modifiziert und manche Lieder selbst geschrieben.

Auf der Suche nach einem Mitstreiter sei er Ende des letzten Jahres auf Franzl Christ gestoßen, der von der Idee sehr angetan war. „Ich konnte mir vorstellen, dass wir gut harmonieren und dass ich von der Musik profitieren kann. Das Konzept ist hervorragend“, so der 52-Jährige.

Beide sind leidenschaftliche Gitarristen. Sie haben bereits vor drei Jahren in Lohrhaupten gemeinsam bei einem Benefizkonzert mitgewirkt und sind darüber hinaus bekannt für musikalische Auftritte mit geschichtlichem Hintergrund.

Mit Egon Kröckel, dem Wirt der Gaststätte „Zum Jossatal“ in Mernes wurden Gespräche geführt, ob man zum Spessarträuberexamen dazu stoßen und einen Abend musikalisch gestalten könne. Der Gastwirt war ebenfalls von der Idee begeistert, wollte aber gerne eine größere Gruppe engagieren, die auch Überfälle inszeniert. Wendelin Amberg und Johannes Klübenspies, geradezu für die Rollen prädestiniert, brauchten nicht lange überlegen, ob sie bei dem „super Ding“ mitmachen wollen.

Die vier „Räuber im Spessart“ sind bei ihren Auftritten authentisch gekleidet in feinem Hemd, Weste und Gehrock. So gibt es in Wirtshäusern historische Räubergeschichten, teils erzählt und teils von Thomas Müller und Franzl Christ musikalisch mit der Laute begleitet. Die Räuberüberfälle, falls gewünscht, werden von Wendel Amberg und Johannes Klübenspies inszeniert. Durch lustige Räuberspiele müssen die Teilnehmer ihre „Gefangenen“ auslösen.

Angeboten werden auch Überfälle in der freien Natur mit historischen Räubergeschichten, Musik und Räuberspielen.

Das Programm kann individuell auf den Anlass und die Teilnehmer abgestimmt werden. Die verschiedenen Varianten wurden bereits jeweils einmal erfolgreich aufgeführt. In Mernes fand volle Programm des Quartetts großen Anklang. Auch in Lohrhaupten im Rahmen der Spessarträuber-Ausstellung kamen die Räubergeschichten mit Musikbegleitung beim Publikum sehr gut an.


 

 

 

 

 

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